Meine sportliche Laufbahn begann im Alter von 6 Jahren, als mich mein Onkel in einen Orientierungslauf – Verein mitgenommen hat. Leider litt ich zu dieser Zeit unter Übergewicht und konnte beim Training anderen Kindern beim kaum Wasser reichen. Meine Wettkämpfe blieben auch erfolglos. Entweder passierte mir irgendein Fehler während der Orientierung oder reichte mein langsamer Lauf einfach nicht auf eine gute Platzierung. All das kümmerte mich damals aber wenig.
Als ich zehn war, wechselte ich, nach dem Vorbild meiner beiden Cousins, zum Radsport und betrieb diesen bis zu meinem fünfzehnten Lebensjahr. Meine Körperkonstitution änderte sich kaum und nicht einmal auf dem Rad gelang es mir irgendwelche Lorbeeren zu sammeln. Zu dieser Zeit hat sich aber schon die Liebe zum Ausdauersport insbesondere zum Radsport entwickelt.
Als Wendepunkt sehe ich das Jahr 1992, als ich das Gymnasium besuchte. Dank meinem Mitschüler Tom Vlasanek kam ich zum Kraft- und Muskeltraining und wurde schnell die überflüssigen Kilos los. Ich wusste auch schon, dass ich diesen magischen Triathlon versuchen will. Danach ging alles Schlag auf Schlag. Ich jobbte um mir ein neues Rad leisten zu können. Langsam lernte ich Schwimmen. Ich investierte meine ganze Energie ins Training und trat auch zu TTC Olomouc bei. Für diesen Verein bestritt ich auch alle Rennen in den nächsten 3 Jahren. Klar war mein größtes Problem am Anfang das Schwimmen. Die ersten Schwimmfortschritte sammelte ich an der Seite des Tomas Pernička, der zu dieser Zeit schon viel mehr Erfahrungen hatte.
Nach einigen Wochen bot sich die Möglichkeit, mit Olmützer Schwimmverein zu trainieren. Seit dem Augenblick machten wir schnelle Fortschritte. Wir hatten also einen Schwimmtrainer, aber ein Trainer, welcher alle drei Disziplinen koordinieren würde, fehlte uns, Wir haben bloß Schwimmen, Radfahren und Laufen trainiert fast ohne jeglichen Konzept und Plan.
Das war auch der Grund, warum mein erster Duathlon - Wettkampf in Šumperk nicht gerade erfolgreich verlief. Wir hatten Kondition, aber keine Erfahrungen. Außerdem ermöglichte uns das fehlende Trainingskonzept nicht unser ganzes Potenzial zu nutzen. Ähnlich schaute es auch bei den anderen Wettkämpfen aus. Schwache Schwimmleistung, gutes Radsplit und überdurchschnittlicher Lauf reichten bei Cup Rennen meistens nur auf den 5.-10 Platz.
In der Saison 1995 war mein Rückstand nach der ersten Disziplin viel kleiner als im Vorjahr. Das trug dazu bei, dass sich auch die Gesamtergebnisse deutlich verbesserten. Praktisch bei allen Duathlon- sowie Triathlon Cup - Rennen belegte ich stabile Platzierungen. Bei der Duathlon - Staatsmeisterschaft erkämpften wir für TTC Olomouc die Bronzemedaillen in der Mannschaftswertung.
Die Saison 1996 war für mich bisher die erfolgreichste Saison. Fast problemlos schaffte ich den Übergang auf die olympische Distanz. Meine gute Form bestätigten mehrere Podestplätze bei Junioren Cup - Rennen und auch in Südmähren Triathlon – Cup in der Elite.
Gute Resultate der letzten Saison öffneten mir weitere Möglichkeiten und ich wechselte den Verein. Es gelang mir jedoch nicht, große Erwartungen in meinem neuen Verein zu erfüllen. Es stellte sich als großes Problem, aufwendiges Triathlontraining und mein Sport- und Biologie Studium unter einen Hut zu bringen. Eine Überlastung des ganzen Bewegungsapparates und schmerzhafte Probleme mit der Achillessehne waren die Folgen. Die Probleme wurde ich nicht los und dementsprechend schwache Laufleistung zeigte ich bei allen Triathlonwettkämpfen.
Während meiner Aktivität in TK JME, konnte ich einfach keine herausragenden Ergebnisse abrufen. Voll erwischte es mich im Winter 2000, als ich mich meine Achillessehne komplett abriss. Nach der Operational dauerte mein Pech an, ich bekam Sepsis und war überhaupt froh mit beiden Füssen davonzukommen. Seitdem konnte ich lange Zeit nur mit Krücken gehen geschweige den Laufen. Nach ein Paar Monaten erlaubte mir mein Fuß wenigstens leichtes Radfahren.
Schon Jahre vorher nahm Mountainbiken neben Klettern immer mehr Zeit in meiner Freizeit. Das Jahr 2003 konzentrierte ich mich aber völlig auf MTB Marathons und absolvierte sogar ein Berg - Triathlonrennen in Uttendorf. Bei abschließendem Berglauf waren die Stöße nur halb so schlimm wie bei einem normalen Lauf. Ohne große Vorbereitungen entging mir knapp eine Podestplatzierung bei der Elite. Das war letztendlich ein richtiger Ansporn für neues Training. Im August nahm ich bei der Bikemarathon - EM in Graz teil und in September gelang es mir nach einer langen Zeit wieder ein Duathlon - Rennen zu gewinnen.
Die kommende Saison beginnt wieder mit einer Pechsträhne. Ich brach mir beim Skifahren mehrere
Wirbel und daraus resultierende Trainingspause war diesmal noch länger. Nach der Rehabilitation
widme ich mich dem Radfahren, Skitourengehen und Skifahren. Die meiste Freizeit verbringe ich
aber mit meinen Freunden und meiner künftigen Frau beim Klettern.
Wir ziehen nach Wien und später nach Schwechat um, das ganze im Jahr 2006. Im Laufe der Jahre unternehmen wir Touren im Alpenraum und es gelingt uns interessante Mehrseillängenrouten durchzusteigen. Kontinuierlich schrauben wir auch den Schwierigkeitsgrad unserer Routen hoch. Im Jahre 2008 punktete ich einige 9-, aber einen weitere Verletzung, die sich über viele Monate hinweg zieht, bremst mein Training. Diesmal ist es das Handgelenk. Ein Gedanke nagt unerbittlich an meinem Bewusstsein, was wenn ich nochmals ins Triathlongeschens einsteigen würde…
Am Ende des Jahres 2009 habe ich die Burschen vom RT-NÖ-OST kennen gelernt und bin bei ein Paar
Trainingseinheiten mitgefahren. Daraufhin habe ich mir vorgenommen in der kommenden Saison
einige Triathlon Rennen, darunter auch eine Mittel- oder Langdistanz, zu absolvieren. Kurz
darauf wurde ich Mitglied des RT-NÖ-OST.
Obwohl in unserem Verein alles lässig vor sich geht und überhaupt kein Leistungsdruck herrscht, probiere ich wieder, die fürs Training zu Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen und wirklich systematisch zu trainieren. Wie die Vorbereitung geklappt hat, könnt ihr in weiteren Sektionen nachlesen.
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